Unsere Arbeitsfelder
1. Betriebsbezogene Arbeit
2. Bildungsarbeit
3. Gottesdienste
4. Qualifizierung und Beschäftigung
5. Synodaler Sozialausschuss
Mit Betriebsbesuchen verschaffen wir uns Einblick in die Arbeitswelt und ihre besonderen Probleme. Wir suchen den unmittelbaren Kontakt zu den Menschen an ihrem Arbeitsplatz, den Betriebsräten, Geschäftsführungen und Unternehmensleitungen. Der Kontakt zu den arbeitenden Menschen ist für eine lebendige Kirche unverzichtbar. Sie muss – will sie glaubwürdig ihren seelsorgerlichen Dienst tun - Kenntnis darüber haben, wo und unter welchen Bedingungen die Menschen in ihrer Region arbeiten.
Uns interessieren Theorie und Praxis der jeweiligen Unternehmensphilosophie, Fragen der Sozialen Verantwortung, der Ausbildung von jungen Menschen, der Wettbewerbs- und der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Gerne stehen wir als Partner für die Beratung in sozialen Fragen sowohl für Mitarbeiter, als auch für Betriebsräte und Unternehmensleitungen zur Verfügung.
Wir bieten Tagungen, Konferenzen, Seminare, Vorträge und Veröffentlichungen. Eigenständig aber auch in Verbindung mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW leisten wir arbeitsweltbezogene Bildungsarbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Betrieben und Verwaltungen gehören ebenso zu unseren Zielgruppen, wie Gliederungen aus Einzelgewerkschaften, DGB, Sozialverbänden und den Kirchen.
Wir laden herzlich ein, sich mit uns auf einen Suchprozess einzulassen, der Einblicke und Einsichten in gesellschaftliche, wirtschaftliche, betriebliche und soziale Zusammenhänge fördert und zu tragfähigen Perspektiven und Beteiligung ermutigt. Gerne vertreten wir die sozialethischen Positionen des KDA auf Konferenzen und Diskussionsveranstaltungen. Das Industrie- und Sozialpfarramt nimmt öffentlich Stellung und beteiligt sich an der Meinungsbildung in zentralen Feldern der Wirtschafts- Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
Spiritualität bedeutet für uns zu allererst Aufmerksamkeit und Sensibilität für die Menschen in ihrer Alltagswelt: für den Bergmann Untertage, für die Frau an der Kasse bei einem Discounter, für die Beschäftigten am Fließband, die Arbeiter im Tiefbau, die Kolleginnen und Kollegen bei der Polizei, die allein erziehende Mutter mit ihren Kindern. In ihre Gesichter wollen wir sehen, ihre Sorgen, ihr Leiden, ihr Glück erfahren und wenn möglich teilen.
Mit ihnen feiern wir Gottesdienst: in der Maschinenhalle oder Kantine einer Firma, auf der Bergehalde, dem Tetraeder und selbstverständlich in unseren Kirchen.
4. Qualifizierung und Beschäftigung
Der Kirchenkreis Gladbeck – Bottrop - Dorsten ist solidarisch mit den Armen und Benachteiligten unserer Gesellschaft. Er fördert seit vielen Jahren Maßnahmen zur Qualifizierung und Integration von Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in den 1. Arbeitsmarkt. Der Industrie- und Sozialpfarrer war bis zur Auflösung der Gesellschaft (2004) Geschäftsführer der Neue Arbeit gGmbH.
Das Industrie- und Sozialpfarramt hat 2002/2001 mit dem DGB die Zukunftswerkstatt Gladbeck durchgeführt. Daraus ist u.a. das Projekt Schule im Übergangsfeld zum Beruf entstanden. Schülern und Schülerinnen der Gladbecker Hauptschulen sollen über dieses Projekt verbesserte Chancen für den Start ins Berufsleben erhalten. Die Projektstudie kann über das Sozialpfarramt abgerufen werden. Der Sozialreferent im Sozialpfarramt vertritt die Evangelische Kirche der Emscher-Lippe Region im Regionalen Beirat. Der Regionale Beirat entscheidet im Konsens über die Vergabe von Geldmitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes NRW zur Regionalen Arbeitsmarktförderung.
2006 beteiligte sich das Industrie- und Sozialpfarramt an der Gründung und dem Aufbau des Dorstener Arbeitslosentreffs (DAT). Inzwischen ist dieser Treff zu einer wichtigen Anlaufstelle für ALG II Empfänger geworden. Die Einrichtung versteht sich als eine Selbsthilfegruppe. Aber sie will noch mehr sein. Sie begreift Langzeitarbeitslosigkeit als Anschlag auf die Würde des Menschen, als Gewaltakt, der den betroffenen Menschen seelische und körperliche Schäden zufügt. Auf diesem Hintergrund agiert der DAT politisch.
Der synodale Sozialausschuss begleitet und fördert die Arbeit des Industrie- und Sozialpfarramtes. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus einem Personenkreis, der auf der Kreissynode gewählt und aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die in den Ausschuss kooptiert werden. Der Ausschuss erarbeitet eigenständig Stellungnahmen und Beschlussanträge für die Kreissynode. Aktueller Gegenstand ist die Hauptvorlage der EKvW "Globalisierung gestalten - Staat und Kirche: Herausgefordert zu Recht und Frieden in der einen Welt".
Im Frühjahr 2008 wurde durch den synodalen Sozialausschuss des Kirchenkreises ein aktuelles Diskussionspapier als Stellungnahme für die Synode erarbeitet.
Aktuelles Diskussionspapier
Aktuelles Diskussionspapier
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