Alte Bekannte, neue Themen

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Alte Bekannte, neue Themen

Die Pfarrerinnen und Pfarrer in Gladbeck, Bottrop und Dorsten freuten sich über Besuch von Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel. Sie ist als Personaldezernentin für die Rahmenbedingungen im pastoralen Dienst zuständig, und war der Einladung in die Pfarrkonferenz daher gern gefolgt. Bevor Göckenjan-Wessel 2020 nach Bielefeld wechselte, war sie Superintendentin im Kirchenkreis Recklinghausen. Für viele in Gladbeck, Bottrop und Dorsten ist sie deshalb eine alte Bekannte – und mit den Verhältnissen im Kirchenkreis gut vertraut. Mit einem Augenzwinkern bemerkte Göckenjan-Wessel: „Das ist natürlich auch eine Falle, dass man denkt, in vier Jahren habe sich hier nichts verändert.“ In einer ersten Runde wollte sie daher auch aufmerksam zuhören, was die Pfarrerinnen und Pfarrer derzeit bewegt, welche Herausforderungen, aber auch welche Freude, der Alltag mit sich bringt.

Anschließend referierte Katrin Göckenjan-Wessel über aktuelle Entwicklungen. Sie berichtete noch einmal von dem großen Zukunftstag, bei dem sich die jüngeren hauptamtlich Mitarbeitenden aus den Bereichen Kirchenmusik, Diakonie, Gemeindepädagogik und Pfarramt im vergangenen Mai unter dem Motto „Zukunftsgestalten“ getroffen hatten. Hier gab es auch kritische Nachfragen: Sollten nicht alle Generationen aktiv an der Zukunftsgestaltung der Kirche mitwirken? Göckenjan-Wessel erklärte, dass die Vernetzung der jungen Menschen deshalb wichtig sei, weil sie sonst überall stets in der Unterzahl seien. Natürlich müssten alle mitarbeiten sich einbringen. Den älteren Mitarbeitenden kommt dabei aus ihrer Sicht die Aufgabe des Ermutigens und Ermöglichens zu.

Die Personaldezernentin informierte auch über den aktuellen Stand der Konzeptentwicklung bei den so genannten Interprofessionellen Pastoralteams. Hier arbeiten, wie in der Kirchengemeinde Hervest-Wulfen, Menschen aus verschiedenen Professionen in einem Pastoralteam zusammen. Dort sind das Diakon Thomas Heß, Pfarrerin Denise Bongers und Pfarrer Jan-Philipp Hellmers. Das Hervester Team gehörte zu den ersten Pilotprojekten im interprofessionellen Bereich.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konzeptionsentwicklung sei der Blick auf die Pfarrpersonen im Ruhestand. Viele hätten noch etwas beizutragen, und da müsse es in Zukunft flexiblere Möglichkeiten geben, so Göckenjan-Wessel. Die Begleitung der so genannten „geburtenstarken“ Jahrgänge beim Übergang in den Ruhestand sei ein wichtiges Zukunftsthema.

Lob gab es von der Oberkirchenrätin für die klaren Strukturen im Kirchenkreis. Wo andernorts kleine Gemeinden das Zusammenwirken und gemeinsame Planen mit den Nachbargemeinden erst lernen müssten, gebe es in Gladbeck, Bottrop und Dorsten schon große und starke Räume zur Personalplanung.

Superintendent Steffen Riesenberg dankte Katrin Göckenjan-Wessel für ihr offenes Ohr und ihre Impulse und betonte, wie wichtig dieser Austausch für gemeinsames Leiten sei: „Richtig gut wird es, wenn wir auf allen drei Ebenen unserer Kirche gut abgesprochen sind und gemeinsam strategische Entwicklung voranbringen.“ Als Dank überreichte Riesenberg die „Kirche to go“, eine kleine Holzkirche mit Teelicht aus den Werkstätten des Diakonischen Werkes, und ein Glas Himbeermarmelade aus dem Garten des Superintendenten.

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