Ein Heuler hilft in der Tagespflege

Ein Heuler hilft in der Tagespflege

Ein Heuler hilft in der Tagespflege

# Neuigkeiten

Ein Heuler hilft in der Tagespflege

Foto: Über Paro freuen sich mit Tagespflege-Gast Inge Chilla: Superintendent Steffen Riesenberg, Dominik Pickave, Kerstin Pröse, Nadine Göbel und Diakoniepfarrer Karl Hesse. 

Weißes Fell, große Kulleraugen und Geräusche, die einen an den Urlaub an der Nordsee erinnern: Das ist Paro. Das Plüschtier, das einem jungen Robbenbaby nachempfunden ist, ist aber viel mehr als ein sprechendes Kuscheltier. Die Therapie-Robbe hilft älteren Menschen mit demenziellen Erkrankungen oder anderen kognitiven Einschränkungen umzugehen. 

Dank der Förderstiftung des Diakonischen Werkes ist Paro nun fester Bestandteil der Diakonischen Kurzzeitpflege Bottrop. Und die Besucherinnen und Besucher dort haben ihn sofort ins Herz geschlossen: Es wird gestreichelt und gekuschelt. Paro dankt es, denn er ist in der Lage zu sehen, hören und fühlen und passt seine Reaktion individuell an das Verhalten seiner Bezugsperson an. Mithilfe einer Reihe von Sensoren erfasst er seine Umgebung, während eine künstliche Intelligenz die gesammelten Informationen verarbeitet. 

So spürt die Robbe die Wärme einer Berührung oder das sanfte Streicheln ihres Fells. Mit der authentischen Stimme eines Robbenbabys äußert sich Paro auf vielfältige Weise: Wird er liebevoll gestreichelt, gibt er ein zufriedenes Gurren von sich. Um Aufmerksamkeit zu erlangen, nutzt er das für Robben typische Weinen. Wird er jedoch schlecht behandelt, macht er seinen Unmut mit verärgerten Lauten deutlich. 

Kerstin Pröse, Bereichsleitung Diakoniestationen, ist begeistert: „Paro bietet älteren Menschen eine liebevolle und beruhigende Interaktion. Er spendet Trost und Nähe und vermittelt das Gefühl von Geborgenheit. Fast wie ein echtes Haustier.“ Ein großer Dank gilt der Förderstiftung, die den Einsatz der Therapie-Robbe möglich gemacht hat. 

Tiere spielen eine bedeutende Rolle im Leben von Demenzkranken, indem sie sowohl physische als auch psychische Vorteile bieten. Die Anwesenheit von Tieren kann Stress, Angst und Depressionen reduzieren und ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Durch die Interaktion mit Tieren wird die soziale und emotionale Bindung gestärkt, was das Selbstwertgefühl der Betroffenen erhöht. Zudem fördern Tiere die kognitive Stimulation und die Aktivierung des Gehirns, was zu einer verbesserten Konzentration und Sprachfähigkeit führen kann. Insgesamt tragen Tiere dazu bei, die Lebensqualität von Demenzkranken erheblich zu verbessern.

Ziel der Förderstiftung des Diakonisches Werkes ist es, die Jugend- und Altenhilfe, die Erziehung, die Qualifizierung und Berufsbildung, die Hilfe für behinderte Menschen, die Mildtätigkeit und das bürgerschaftliche Engagement zugunsten gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke innerhalb und außerhalb des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten zu fördern. Die Förderstiftung Diakonisches Werk unterstützt Maßnahmen bzw. Projekte, die sich auf ein zeitlich begrenztes Projekt beziehen oder auf Maßnahmen, deren Fortführung und wirtschaftliche Absicherung über den Zeitraum der Förderung durch die Stiftung nachhaltig gesichert sind. (VG))

Fotos: DW/Gigla

Dies könnte Sie auch interessieren