19/05/2026 0 Kommentare
Gottesdienste zeitgleich in Tansania und Dorsten
Gottesdienste zeitgleich in Tansania und Dorsten
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Gottesdienste zeitgleich in Tansania und Dorsten
Die Freundschaft zwischen dem Kirchenkreis Mashariki in Tansania und dem Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten wurde jüngst in Partnerschaftsgottesdiensten gefeiert: Zeitgleich trafen sich Gläubige in der Kreuzkirche in Dorsten-Hervest und in der Kirche von Ibura am Stadtrand von Bukoba, um die Partnerschaft zu bedenken, Informationen weiterzugeben und füreinander zu beten.
Der Superintendent des Kirchenkreises Mashariki, Pfarrer Godlove Marco, leitete den Partnerschaftsgottesdienst in Tansania. In seiner Ansprache erklärte Marco, dass diese nunmehr seit über 35 Jahren bestehende Freundschaft der Kirchenkreise und ihrer Menschen in verschiedenen Bereichen der Entwicklung und der sozialen Dienste weiterhin großen Nutzen bringe. Er führte aus, dass durch diese Zusammenarbeit vielen jungen Menschen der Zugang zu Bildung – von der Sekundarschule bis zur Universität – ermöglicht worden sei; zudem hätten einige Evangelisten dank der Unterstützung dieser deutschen Freunde Stipendien erhalten. Er hob weiter hervor, dass die Freundschaft zur Realisierung bedeutender Bauprojekte innerhalb des Kirchenkreises beigetragen habe, ebenso zur Gründung von Spar- und Kreditgruppen für Frauen sowie zur Unterstützung von Umweltschutzmaßnahmen, wie etwa Baumpflanzaktionen in verschiedenen Regionen der Diözese. Zudem habe die Partnerschaft es Gläubigen und kirchlichen Leitern ermöglicht, sich gegenseitig in Tansania und Deutschland zu besuchen – ein Austausch, der die geistlichen und sozialen Beziehungen zwischen den beiden Diözesen nachhaltig gestärkt habe.
Superintendent Marco nutzte die Gelegenheit, um dem Koordinator der Partnerschaftsstelle bei der Nord-West-Diözese, Herrn Aron Twinomukama, seinen besonderen Dank auszusprechen: Er würdigte dessen Engagement beim Aufbau und der Pflege der Freundschaft – insbesondere durch eine regelmäßige Kommunikation, die maßgeblich zur Stärkung der Solidarität und der Entwicklungszusammenarbeit beitrage.
In der Hervester Kreuzkirche predigte Pfarrer Klaus Göke, der im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten für die ökumenische Arbeit zuständig ist und die Partnerschaft seit Jahrzehnten begleitet. Er hatte eigens seine tansanische Albe und eine passende Stola mitgebracht. In seiner Predigt sagte Göke: „Das finde ich persönlich immer wieder schön zu erleben: wie wichtig der christliche Glaube ist, sowohl in Gladbeck und Bottrop und Dorsten wie in Mashariki. Wir können zusammen feiern und beten, wir können uns darüber austauschen, was der Glaube für unser Leben ausmacht. Wir können im Glauben voneinander lernen!“ Die Partnerschaft mache darüber hinaus auch eine politische Dimension deutlich: Der Einsatz für eine gerechte, gute und auskömmliche Verteilung der Lebensgrundlagen und Ressourcen sei eine Aufgabe für alle Christinnen und Christen. „Ein wichtiges gemeinsames Thema ist die Frage des Klimawandels, den wir sowohl in Deutschland wie in Tansania immer mehr spüren. Das Abschmelzen der Eiskuppe auf dem Kilimandscharo ist ein sichtbares Zeichen, dass sich unsere Erde immer mehr erwärmt. In Tansania fällt nicht mehr genug Regen. In Deutschland nehmen Starkregenereignisse ebenso zu wie Dürrephasen. Wir Menschen sind aufgefordert, Gottes gute Schöpfung zu bewahren.“
In den Fürbitten traten die Partner jeweils füreinander ein und vor Gott – übrigens nicht nur in den beiden Partnerschaftsgottesdiensten, sondern in allen Gottesdiensten, die an diesem Sonntag in den beiden Kirchenkreisen gefeiert wurden. Die Idee eines regelmäßigen Partnerschaftssonntags wurde beim letzten Besuch der tansanischen Partner in Deutschland verabredet, um auch das geistliche Fundament der Partnerschaft zu stärken.
Der Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten ist seit über 35 Jahren mit dem Kirchenkreis Mashariki in der Nord-West-Diözese der Ev.-Luth. Kirche Tansanias freundschaftlich verbunden. Neben gemeinsamen Projekten und der Verbindung über die Vereinte Evangelische Mission (VEM) stehen regelmäßige Besuche und eine aktive Teilhabe an Ereignissen im Partnerkirchenkreis im Zentrum der Arbeit.
DL/SR
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