07/11/2025 0 Kommentare
Grußwort
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# Predigten Superintendent

Grußwort
Liebe Menschen heute im Ernst Wilm-Haus, alle die ihr hier wohnt, alle, die ihr zu denen gehört, die hier wohnen, liebe Nachbarschaft!
Herzliche Grüße überbringe ich heute vom Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten und der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop, ganz besonders von Pfarrerin Kerstin Rödel und Pfarrer Martin Rödel.
Das Diakonische Werk gehört zur evangelischen Kirche, und wir freuen uns über den 30. Geburtstag dieses wunderbaren Hauses. Für uns als Kirche ist es ganz wichtig, dass alle Menschen so selbstbestimmt wie möglich leben können. Und genauso wichtig ist es, dass alle, die Hilfe brauchen, die passende Hilfe auch bekommen.
Für 26 Menschen mit geistiger Behinderung ist das Ernst Wilm-Haus ein gutes Zuhause. Hier werden die Tage strukturiert. Man kann alleine sein und man kann Gemeinschaft mit anderen haben, beim Kochen und Essen, bei Ausflügen und auch einfach so im Alltag. Man kann hier gut leben.
Ich möchte heute an Ernst Wilm erinnern. Ernst Wilm hat beide Weltkriege erlebt. Ernst Wilm war Pfarrer und hat in der evangelischen Kirche viele verschiedene Leitungsaufgaben gehabt. Die Ausbildung hat er in Bethel gemacht und dort hat er gesehen und gelernt, wie sich die Kirche für Menschen mit Behinderung einsetzt. Ernst Wilm sagt: Jeder Mensch hat das Recht zu leben. Auch Menschen mit Behinderungen. Deshalb haben ihn die Nazis verhaftet. Ernst Wilm kommt ins Gefängnis und dann ins Konzentrationslager. Nach dem Krieg setzt er sich für Versöhnung ein, aber auch dafür, dass Verbrecher Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Er wird zum Bischof in der evangelischen Kirche gewählt. Er gründet das Diakonische Werk Westfalen und setzt sich sein ganzes Leben lang dafür ein: Alle Menschen haben das Recht auf ein gutes Leben.
Ernst Wilm war ein mutiger Mann. Er ist ein gutes Beispiel für uns. Wir brauchen auch heute mutige Menschen. Denn es ist leider immer noch nicht selbstverständlich: Alle Menschen haben das Recht auf ein gutes Leben.
Ich spreche für den Kirchenkreis und seine Gemeinden, und besonders für die Kirchengemeinde Bottrop. Die Kita der Gemeinde ist ja auch eine Nachbarin hier in Grafenwald. Vielen Dank für die gute Arbeit, die Sie hier tun. Vielen Dank für Ihren Mut und Ihren Einsatz. Und alles Gute und Gottes Segen zum 30. Jubiläum.
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