07/11/2025 0 Kommentare
Immer öfter im Einsatz
Immer öfter im Einsatz
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Immer öfter im Einsatz
Mit einer beeindruckenden Statistik wartet die Ökumenische Notfallseelsorge in Gladbeck, Bottrop und Dorsten auf. Insgesamt sechzig Mal waren die ehrenamtlichen Kräfte im vergangenen Jahr im Einsatz, das ist rund die Hälfte mehr als im Vorjahr. Die meisten Einsätze ergeben sich bei unerwarteten Todesfällen, wenn die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger den Angehörigen beistehen. Oft gehört auch die Begleitung der Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten dazu. Wenn die Beamten weiterfahren, kann die Notfallseelsorge bei den Angehörigen bleiben. Auch zu Verkehrsunfällen rücken die Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger aus.
Die Zahl der Einsätze hat sich auch im Gesamtsystem der Notfallseelsorge, bezogen auf die Emscher-Lippe-Region, erhöht: von 160 Einsätzen im Vorjahr auf 206 Einsätze in 2024. Der Kreis Recklinghausen und die kreisfreie Stadt Bottrop haben nämlich auch eine gemeinsame Feuerwehrleitstelle – und von dort wird die Notfallseelsorge aktiviert. Hinter der Zahl der Einsätze steht etwa nicht eine gestiegene Zahl von Unfällen und Todesfällen, sondern die häufigere Anforderung durch die Leitstelle. „Die Mitarbeitenden bei Polizei und Rettungsdienst machen offenbar die Erfahrung, dass wir eine hilfreiche und gute Arbeit machen und nehmen uns öfter in Anspruch“, sagt Pfarrer i.R. Achim Solty, der gemeinsam mit Miriam Holtbecker das Team in Gladbeck, Bottrop und Dorsten leitet.
Bei einem Neujahrsempfang für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte überbrachte Superintendent Steffen Riesenberg den Dank der Kirchen und richtete auch Grüße der katholischen Kirche aus. Denn die „erste Hilfe für die Seele“ leisten evangelische und katholische Kirche gemeinsam.
Die acht neuen Seelsorgerinnen und Seelsorger, die ihren Dienst im Sommer begonnen haben (UK berichtete), hatten einen guten Start. Sie berichteten im Rahmen des Neujahrsempfangs von ihren ersten Einsätzen. Für eine Seelsorgerin kam es dabei gleich doppelt: Auf dem Rückweg von einem Einsatz rief die Leitstelle an. Wo Sie doch ohnehin gerade unterwegs sei, könnte sie vielleicht einen zweiten Einsatz auch noch übernehmen? Gesagt, getan.
Die Ökumenische Notfallseelsorge sorgt weiter auch für Nachwuchs, denn grundsätzlich ist eine Zahl von rund 90 Kräften für die Emscher-Lippe-Region wünschenswert: Im September 2024 startete ein neuer Ausbildungskurs, die Einführung wird Ende März sein. Auch in 2025 wird wieder ein Ausbildungskurs beginnen. Weitere Informationen, auch zu zukünftigen Ausbildungsmöglichkeiten, gibt es unter https://www.notfallseelsorge-emscher-lippe.de.
Foto: Zum Neujahrsempfang kamen die ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aus Gladbeck, Bottrop und Dorsten in Gladbeck zusammen. Foto: Chudaska.
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