Notfallseelsorge bekommt Verstärkung

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Notfallseelsorge bekommt Verstärkung

Über acht neue Seelsorgerinnen und Seelsorger für das Team Gladbeck-Bottrop-Dorsten freut sich die Ökumenische Notfallseelsorge. Gemeinsam mit sechs Menschen, die den ehrenamtlichen Dienst der Notfallseelsorge im Kirchenkreis Recklinghausen ausüben werden, wurden sie jetzt in ihre neue Aufgabe eingeführt.

Den Gottesdienst in der Hertener St. Antonius-Kirche leitete Kreisdechant Karl-Hermann Kemper aus Recklinghausen gemeinsam mit Superintendent Steffen Riesenberg. Er stand unter dem Lehrtext des Tages, in dem Jesus die Mühseligen und Beladenen einlädt, bei ihm Erquickung zu suchen.

In seiner Predigt berichtete Kemper von eigenen Erlebnissen aus dem Bereich der Seelsorge in Krankheits- und Todesfällen. Er reflektierte über die Last, Schweres zu teilen, aber auch über die Möglichkeiten der Unterstützung, die beide Trägerkirchen anbieten. Den neuen Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern sagte Kemper: „Das ist die gute Nachricht in allen Notfällen, in denen Sie aktiv werden: Sie sind nicht alleine unterwegs. Niemand ist jemals von Gott verlassen. Dafür werden Sie als Person und mit Ihrem Dienst einstehen.“ Im Namen der beiden Kirchen dankte Kemper den Ehrenamtlichen für Ihre Bereitschaft zum Dienst.

Bei der offiziellen Einführungshandlung versprachen die vierzehn Neuen, die Schweigepflicht zu halten, ihren Dienst an der kirchlichen Ordnung zu orientieren und mit allen, denen sie im Dienst begegnen, gut zusammenzuarbeiten.

Vor dem Einführungsgottesdienst stand die Schulungsphase. Sie besteht aus Wochenenden und Schulungsabenden und streckt sich etwa über ein halbes Jahr. In insgesamt 18 Unterrichtseinheiten wurden sie für den Ernstfall geschult, dazu kamen Fahrten auf dem Rettungswagen. Zu den Schwerpunkten gehörte die Vorbereitung auf verschiedene Einsatzindikationen: von der häuslichen Gewalt über Suizidversuch bis hin zum plötzlichen Kindstod. Dazu gab es ein Kommunikationstraining und eine Einführung im Umgang mit anderen Religionen.

Für die Ökumenische Notfallseelsorge Emscher-Lippe kommt die Verstärkung wie gerufen: Zuletzt war die Zahl der ehrenamtlich Engagierten von rund 90 auf nur noch 65 zurückgegangen.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst erhielten die Neuen ihre Dienstanweisung, die Berufungsurkunde, eine violette Weste und einen Rucksack, der mit praktischen Dingen gefüllt ist. Dazu gehören zum Beispiel Taschentücher, ein Buch mit einfachen Texten und Pflaster.

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