07/11/2025 0 Kommentare
Superintendent feiert Bergfest
Superintendent feiert Bergfest
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Superintendent feiert Bergfest
Seit vier Jahren ist Pfarrer Steffen Riesenberg Superintendent im Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Der 41-jährige Theologe ist damit auf der Halbzeit seiner achtjährigen Amtszeit angekommen. Am Jahrestag der Einführung durch die damalige Präses Annette Kurschus, einem warmen Sommerdienstag, gab Riesenberg seinem Team in Gladbeck ein Eis aus – und stand Jörg Eilts Rede und Antwort.
Eilts: Halbzeit, Bergfest: Herr Riesenberg, wie beurteilen und sortieren Sie die ersten vier Jahre Ihrer Amtszeit?
Ich schaue heute auf vier turbulente Jahre zurück. Als ich gewählt wurde, war Corona noch nicht absehbar, und als ich dann anfing, waren wir mitten in der Pandemie. Das hat die erste Hälfte der Amtszeit dann stark bestimmt: Wir haben digitale Synoden gemacht und Briefwahlen zum Kreissynodalvorstand durchgeführt. Wir haben Videokonferenzen gelernt, ich selbst ja auch. Alle haben mitgezogen: Die Pfarrerinnen und Pfarrer, die Menschen in den Gremien ebenso. Im Nachhinein hat das alles viel Spaß gemacht, auch wenn es zu dem Zeitpunkt natürlich dramatisch war.
Es sind vier gute Jahre gewesen, nicht nur für mich persönlich, sondern auch für den Kirchenkreis. Wir haben viele neue Kolleginnen und Kollegen im Pfarramt begrüßen können, darunter auch einige jüngere, und das freut mich sehr. Insgesamt glaube ich, sind wir gut und zukunftsfest aufgestellt.
Eilts: Gab es besondere Highlights?
In meinem Herzen denke ich gerne und oft an die beiden Ordinationen, die ich leiten durfte, also an die beiden Pfarrerinnen, die ich für den lebenslangen Dienst an Wort und Sakrament verpflichten und vor allem segnen durfte: Pfarrerin Alica Baron im vergangenen Herbst und Pfarrerin Denise Bongers vor drei Jahren. Sie trage ich in meinem Herzen.
Das Team hier in Gladbeck ist mir auch besonders wichtig. Es sind nicht nur die Highlights, die so eine Amtszeit ausmachen, sondern ganz viel Alltag. Das könnte ich nicht alleine: Ein Superintendent ist kein Kirchenkreis, sondern dazu braucht es ein Team, das verlässlich und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Das habe ich hier, Gott sei Dank. Deshalb habe ich heute den Mitarbeitenden Danke gesagt und einen Eisbecher ausgegeben.
Eilts: Was sind Ihre Pläne für die nächsten vier Jahre Ihrer Amtszeit, was steht an?
Für die zweite Hälfte der Amtszeit muss jetzt zunächst geklärt werden, ob es 2028 eine Vereinigung unseres Kirchenkreises mit dem Kirchenkreis Recklinghausen geben wird. Wir sind in dem Klärungsprozess und die Kreissynode wird im November eine Richtung vorgeben. Auch andere Strukturfragen werden wir weiter bearbeiten, in Bottrop und Dorsten zum Beispiel. Vor vier Jahren hatte ich keine Ahnung, was die Themen heute sein würden, und deshalb bilde ich mir auch nicht ein, dass ich jetzt schon wüsste, was in vier Jahren sein wird.
Eilts: Freuen Sie sich auf die zweite Hälfte?
Ich freue mich an jedem Tag, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten zu sein und bin mir ziemlich sicher, dass das in den nächsten vier Jahren auch so bleiben wird.
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