Du bist wertvoll

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Mitten im fordernden Alltag des Polizeipräsidiums Recklinghausen haben die beiden Prädikantinnen Juliane Schild und Nicole Fischer-Kentschke, beide auch Kriminalbeamtinnen, mit den Polizeiseelsorgern Markus Wippermann und Gregor Coerdt einen besonderen Gottesdienst gestaltet. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von zwei Kolleginnen aus dem Polizeipräsidium. 

Ziel war es, einen Raum für alle zu schaffen, um Abstand vom trubeligen Alltag zu finden und in dem Wertschätzung spürbar wird. 

Nach einer Dialogeröffnung gab es die Möglichkeit, bei Gebet und Worten aus der Bibel, aber auch bei der Musik, die eigenen Gedanken weg vom Schreibtisch oder dem Streifenwagen zu lenken. 

Im Zentrum des Gottesdienstes stand ein Predigtgespräch zwischen zwei fiktiven Personen. Eine Polizeibeamtin führte mit einem Seelsorger ein Gespräch über Wertschätzung. Ein Gespräch, in dem die Polizistin schildert, wie sehr sie von der ausbleibenden Beförderung enttäuscht ist. „Ich habe alles gegeben – und dann lese ich: 3,0. Als wäre ich austauschbar.“

Durch den Seelsorger wurde die innere Haltung der Polizistin hinterfragt: „Wenn du dich mit dieser Beurteilung identifizierst – was passiert dann mit dir?“ 

Die Antwort war ernüchternd: müde, zweifelnd, das Gefühl, nicht gut genug zu sein. „Ich merke, dass ich irgendwann nicht mehr für die Menschen arbeite, sondern für die Beurteilung. Das ist ein riesengroßer Unterschied.“

Mit Worten aus Psalm 139 wurde deutlich gemacht, dass der Wert eines Menschen nicht an Quoten, Noten oder Verwaltungslogik hängt: 

„Gott kennt dich. Nicht deine Beurteilung. Nicht deine Stellenbeschreibung. Die echte Polizistin – die nachts nicht schläft und morgens trotzdem wieder aufsteht.“

Der zentrale Satz des Gottesdienstes war 

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.“ 

Der Gottesdienst wollte nicht das System verändern – aber Herzen entlasten. 

Und so endete er mit einem Zuspruch, der für alle galt, unabhängig von Dienstgrad, Beurteilung oder Karriereweg:

„In Gottes Augen gibt es keine Beurteilung. In Gottes Augen bist du: wunderbar gemacht.“

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