Vom Reden zum Tun

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Vom Reden zum Tun

Bottrop. Nach langer Zeit fand wieder eine gemeinsame Kreissynode der beiden Kirchenkreise Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Recklinghausen in der Martinskirche in Bottrop statt. Schwerpunkt des Zusammentreffens war die Zukunft der Zusammenarbeit der beiden Kirchenkreise, auch mit Blick auf eine mögliche Vereinigung.

Grußworte

Zu Beginn wünschte sich der Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Matthias Buschfeld, sich einen guten, gemeinsamen Weg in die Zukunft. Große Aufgaben seien bei knapper werdenden Ressourcen zu bewältigen. „Die Zukunft besteht in einem Weniger.“

Dr. Jürgen Cleve, Propst von St. Cyriakus Bottrop, ermunterte die Anwesenden, nicht zu viel Kraft in Reparaturen des Systems zu setzen, sondern nach anderen Möglichkeiten zu schauen. „Wir müssen kleiner, schneller, beweglicher werden! Und dabei genau schauen, wer welche Aufgaben hat, damit nicht alle alles machen. Im Vertrauen auf Gott sollten wir getrost nach vorne gehen.“

Landeskirchenrätin Barbara Roth wies bei den anstehenden Transformationsprozessen auf die Unterstützung durch die Landeskirche hin. Angesichts der Rahmenbedingungen ermunterte sie die beiden Kreissynoden vom Reden ins Tun zu kommen. „Die Zeit drängt.“

Zukunft der Zusammenarbeit der beiden Kirchenkreise

Superintendentin Saskia Karpenstein und Superintendent Steffen Riesenberg führten in die Thematik der Zukunft der Zusammenarbeit der beiden Kirchenkreise ein und berichteten über den Stand der Diskussionen. Vorgeschlagen wurde, den Zeitpunkt einer möglichen Vereinigung zurückzustellen und stattdessen die noch ungeklärten Themenfelder zu bearbeiten und eine Prioritätenliste zu erstellen.

In Kleingruppen wurde dazu intensiv diskutiert und Ideen für gemeinsame Themen und Handlungsfelder und sich daraus ergebenden Synergien gesammelt. Dabei ging es u.a. über ein besseres Kennenlernen auf allen Ebenen über die inhaltliche Zusammenarbeit bis zu Abbau von Doppelstrukturen.

Die Finanzausschüsse der Kirchenkreise Recklinghausen und Gladbeck-Bottrop-Dorsten halten eine Vereinigung der Kirchenkreise in Bezug auf das Themenfeld der Finanzen für möglich und sehen die Fragen der Finanzen nicht als Hinderungsgrund. Weite Teile einer neuen Satzung könnten bereits erarbeitet werden, andere Teile wären noch bis zur Vereinigung und möglicherweise auch erst danach zu gestalten. Ziel einer gemeinsamen Finanzsatzung sollte eine gerechte Verteilung der Kirchensteuermittel auf allen Ebenen sein.

Noch seien nicht alle Grundlagenfragen beantwortet, die für die komplette Erstellung einer Finanzsatzung wichtig sind, so die beiden Vorsitzenden Pfarrer Jan-Philipp Hellmers und Heinz Waschhof. Es fehlten die aktuellen Jahresabschlüsse und Bilanzen. Zudem müsste ein Konsens in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung und damit verbundene personelle Ausstattung der kreiskirchlichen Dienste und Pfarrstellen erzielt werden.

Die beiden Kreissynoden verabredeten für die Tagungen im November 2026 eine abgestimmte Zeitplanung bis zur Vereinigung der Kirchenkreise.

Die Kreissynodalvorstände wurden gebeten, die Impulse der gemeinsamen Synodentagung aufzugreifen und in verbindliche, koordinierte Arbeitsprozesse zu übersetzen. Die Finanzausschüsse beider Kirchenkreise wurden beauftragt, die gemeinsamen Gespräche fortzusetzen und die Erarbeitung einer neuen Finanzierungssystematik für das Kreiskirchenamt voranzutreiben.

uka

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