Claudia Mühlhan macht Sinn in Kirchenkreis und Diakonie

Claudia Mühlhan macht Sinn in Kirchenkreis und Diakonie

Claudia Mühlhan macht Sinn in Kirchenkreis und Diakonie

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Claudia Mühlhan macht Sinn in Kirchenkreis und Diakonie

Seit August 2026 ist Claudia Mühlhan Diakonin im Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten. In den stationären Einrichtungen kümmert sie sich nun verstärkt um die spirituellen Angebote.

Es gibt berufliche Lebensläufe, die vor allem eins sind: lang. Und es gibt ihren Lebenslauf. Inhaltlich reich an Erfahrungen, Farbe und Qualifikation, während die häufigen Wechsel ausbleiben. Claudia Mühlhan ist damit der Beweis, dass eine berufliche Karriere nicht zwingend viele Stationen fordert.

Die gebürtige Hernerin wächst im Gemeindehaus eines Küsterehepaars auf. Die Kirche ist sozusagen ihr zweites Zuhause. „Ich war so ein bisschen wie ein kleines Gespenst im Gemeindehaus und konnte mich dort immer frei bewegen“, sagt sie. So lernt sie die kirchliche Vielfalt beinahe spielerisch kennen und erlebt später die bunte Jugendarbeit einer jungen Pfarrerin. Dazu die musikalische Jugendarbeit und viele inspirierende Menschen, die ihren Entschluss festigen, erst Diakonin und schließlich Gemeindepädagogin zu werden. „Ich wollte in der Jugendarbeit einfach das weitergeben, was ich erlebt habe.“ Also absolviert sie zunächst die Ausbildung zur Erzieherin, arbeitet anschließend zwei Jahre im Eine-Welt-Zentrum in Herne und geht dann ins Martineum in Witten, eine Ausbildungsstätte für Diakoninnen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss als Diakonin bewirbt sie sich in einer Kirchengemeinde in der Dortmunder Nordstadt. 17 Jahre bleibt sie dort und prägt die Gemeindearbeit. Dann ein Wechsel zur Overberg-Grundschule nach Lünen. Nun arbeitet sie in einem Umfeld, das den Sozialindex 7 aufweist. Heißt: Hier sind die Schülerinnen und Schüler starken sozioökonomischen Belastungen ausgesetzt, was sich deutlich auf die pädagogische wie seelsorgliche Arbeit auswirkt.15 Jahre bleibt sie dort. „Hier ging es fast immer ums Kindeswohl. Und ich habe meine Arbeit dort sehr ernst genommen, aber nach anderthalb Jahrzehnten wollte ich diese extrem verantwortungsvolle Aufgabe weitergeben.“ In diesen Jahren wird sie zudem Trauma- und Entspannungspädagogin und schließt in Kürze noch die klinische Seelsorgeausbildung ab.

Dann bewirbt sie sich auf die im Frühsommer 2026 ausgeschriebene Stelle im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten. Am nächsten Tag meldet sich der Superintendent Steffen Riesenberg bei ihr, zwei Tage später sitzen sie sich gegenüber, noch einen Tag später sagt sie zu.

„Es gab dann erst mal eine sehr gute Einarbeitung – das habe ich so auch noch nie erlebt“, erklärt Mühlhan und macht sich nun auf den Weg, die spirituellen Angebote in den Einrichtungen der Diakonie weiter auszubauen. Also in den Einrichtungen der Jugendhilfe, Einrichtungen über Arbeit und Bildung, die Bottroper Werkstätten, die Seniorenhilfe und das selbstbestimmte Wohnen. Fünf Blöcke in drei Städten. „In meiner neuen Tätigkeit bin ich auch für die Seelsorge in all diesen Einrichtungen zuständig.“ Wie passgenau sich ihre ergänzenden Qualifikationen in das neue Aufgabenfeld einfügen.

Dabei soll die neue Diakonin nicht allein bleiben. Ein wesentlicher Baustein der neuen Stelle ist die Arbeit mit Ehrenamtlichen. Den Emmaus-Kurs, der Ehrenamtliche darauf vorbereitet, beispielsweise in Seniorenheimen selbst Andachten zu halten, will Claudia Mühlhan fortsetzen. Ebenso die Arbeit am Jutesegen, dem Projekt, das Pfarrerin Alica Baron während des Probedienstes in Bottrop vor einigen Jahren entwickelt hatte. Dabei geht es darum, anschauliche, kurze Andachten für Menschen mit demenziellen Veränderungen durchzuführen.

Die Synode hat ihre unbefristete Vollzeitstelle erst vor einigen Monaten ins Leben gerufen und sie „Sinnzeit“ getauft. Dem Slogan der Diakonie folgend: Wir machen Sinn. Die spirituellen Angebote und die seelsorgerische Arbeit mit Claudia Mühlhan auszubauen, macht genau das: Sinn.

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